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Blitzlicht
Bereits Mitte des
19. Jahrunderts bekann die Entwicklung der Blitzlichfotografie.
Näherer Untersuchungen des Magnesium brachten um diese Zeit
Eduard Liesegang auf die Idee das Licht eines Magnesiumblitzes
zur Ausleuchtung beim fotografieren zu nutzen.
Die notwendige Objektausleuchtung
im Moment einer Aufnahme bei der Fotografie wird unter dem Sammelbegriff
Blitzlicht zusammengefasst.
Die Anforderung dabei
ist, die Zeit des Blitzes und der Reflektion vom Objekt mit der
Verschlusszeit der Kamera zu synchronisieren. Der Blitz muss exakt
zu dem Zeitpunkt erfolgen, wenn der Verschluss der Kamera vollständig
geöffnet ist.
Unterschiede bei
den Blitzmethoden bewirken dann später unterschiedliche Effekte
und Stimmungen des Fotos.
Da die meisten Blitzvorrichtungen
ein neutrales weißes Licht ausstrahlen, lässt es sich
problemlos mit Sonnenlicht kombinieren.
In Studios werden oft ganze Blitzanlagen zum Einsatz gebracht
, in den meisten Kameras finden sich aber integrierte Blitze oder
entsprechende Aufsteckvorrichtungen.
Da sich reines Magnesium
erst bei hohen Temperaturen entzündet, wurde bei den ersten
Lampen das Magnesiumpulver durch Blasen in eine heiße Flamme
entzündet. Es entstand dabei der Begriff "Pustlichtlampen".
Die Anzahl der Luftstöße oder die Dauer des Blasens
regulierte die abgegebene Lichtmenge. Ein kurzes Blitzlicht im
heutigen Sinne entstand dabei aber eigentlich nicht.
Bei der Porträtfotografie
erzeugte diese Handhabung allerdings auch ein Problem. Durch das
grelle Magnesiumlicht wurden die Modelle geblendet und auf den
Fotos zeigte sich vielfach ein gequält und unählich
wirkender Gesichtsausdruck.
Ebenso bedeuteten das offene Feuer des Blitzes und der dabei entstehende
Rauch ein weiters Problem der Blitzlichtpulverfotografie.
Blitzlichtbirnen und ab 1965 Blitzlichtwürfel brachten dann
eine Lösung dieser Probleme.
Unter einer würfelförmigen Haube aus transparentem Kunststoff
waren vier Birnen mit jeweils eigenem Reflektor untergebracht.
Der Würfel musste dann für jede Aufnahme gedreht werden,
was bald automatisch erfolgte. Allerdings kam es beim Verwenden
von Blitzwürfeln auf Pocketkameras bei Personenaufnahmen
oft zu roten Augen. Der Grund dafür lag im geringen Abstand
zwischen Objektiv und Blitzbirnchen. Für Polaroid-Sofortbildkameras
gab es spezielle Einmalblitze. Es handelte sich um fünf Blitzbirnchen,
die in einem Gehäuse nebeneinander lagen. Sie wurden elektrisch
gezündet - da die betreffenden Kameras sowieso mit einer
Batterie arbeiteten, stellte dies keinen Nachteil dar.
In den heutigen modernen
Elektronenblitzgeräten findet man xenongefüllte Blitzlampen
die eine zehntausendfache Verwendung finden können. Sie arbeiten
mit einer wesentlich kürzeren Leuchtdauer als die alten Blitzwürfel
und haben somit auch Einfluss auf die Belichtungszeit. Durch den
Einsatz der Mikroelektronik sind diese sehr kurzen Zeiten exakt
und automatisch auf das jeweilige Kameramodell abgestimmt und
mit den Belichtungszeiten synchronisiert.
Externe Blitzgeräte könne über Adapter auf die
jeweilige Kamera eingestellt werden.
Der Elektronenblitz hat inzwischen die früheren Blitzbirnen
fast völlig abgelöst.
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