Käse
und seine Herstellung
Der
primäre Rohstoff zur Käseerzeugung ist die
Milch. Kuhmilch ist neben der Ziegenmilch der dabei
am häufigsten benutzte Rohstoff . Sie zeichnet
sich durch eine ausgewogene Zusammensetzung aus.
Als
weiterer Rohstoff zur Käseherstellung wir Lab eingesetzt,
das zum Dicklegen der Milch beim Käsen verwendet
wird. Lab wird aus dem Labmagen von jungen Kälbern,
Zicklein oder Lämmern gewonnen.
Die meisten Käsereien verwenden Kälberlab,
für Bio-Käse wird dieses aus nicht genmanipulierten
Organismen hergestellt.
I
n der deutschen Käseverordnung werden Händler
verpflichtet, den Fettgehalt eines Käses in der
Trockenmasse anzugeben (F. i. Tr.). Das ist der Fettgehalt,
den der Käse hätte, würde man ihm alles
Wasser entziehen. Bei der Reifung verdunstet ein Teil
des Wassers und der Käse verliert somit an Gewicht
und wird fester. Das Gewicht in Trockenmasse verändert
sich aber kaum.
Weiterhin teilt die deutsche Käseverordnung Käse
nach dem Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse
ein. Man entzieht das Fett und ermittelt dann den Wassergehalt
:
Hartkäse < 56 % Wasser Schnittkäse 54-63
% halbfester Schnittkäse 61-69 % Weichkäse
> 67 % Frischkäse > 73 % außerdem Sauermilchkäse
60-73 %
Ein
weiteres wichtiges Kaufkriterium nach Preis und Aussehen
ist die Herkunft der Ware.
So sind in den EG-Verordnungen die Ursprungsbezeichnung,
die geographische Angabe und die traditionelle Spezialität
festgeschrieben.
Die Käsereifung und eine entsprechende Behandlung
entscheiden über den späteren Geschmack des
Käses. Durch entsprchende Verfahren kann aus einem
jungen Käse ein gereifter evtl. auch alter Käse
mit Charakter werden.
Dieses erfordert viel Sachkenntnisl, Ausdauer und Zeit.
Einige Käsereien lassen dem Käse die Zeit,
die er braucht, um bei der Reifung seine natürlichen
Aromen ohne Zusatzstoffe auszukommen.
Die Bezeichnung öko und bio kennzeichnen Lebensmittel
aus ökologischer Erzeugung. In der EG dürfen
diese Kürzel nur genutzt werden, wenn Erzeuger
und Verarbeiter die Richtlinien der EG-Öko-Verordnung
,unabhängig und regelmäßig kontrolliert,
einhalten.
Es gibt sogar einige Anbauverbände deren Regeln
älter und an vielen Stellen strenger sind als die
Öko-Verordnung.
Es
gibt Zusatzstoffe (Hilfsstoffe), die dem Käser
die Arbeit erleichtern. Viele von ihnen sind in der
Bio-Käserei verboten, einige jedoch erlaubt.
Grundsätzlich dürfen Öko-Käsereien
nur noch die Zusatzstoffe verwenden, die ausdrücklich
erlaubt sind .
Wie
bereits am Anfang erwähnt besteht Käse zu
allererst aus Milch (Rohmilch oder pasteurisierte Milch),
die mit Hilfe von Milchsäurebakterien und Lab gesäuert
und dickgelegt wird. Salz ist ebenfalls immer mit im
Spiel. Dazu kommen je nach Käse weitere Kulturen
für die Reifung (Weiß-/ Blauschimmel/ Rotschmiere
etc.).
Dabei
hat Käse einen sehr hohen Anteil an tierischem
Einweiß. Diese benötigt der Körper für
Zellaufbau der Knochen, Muskeln, Organe, Nerven und
das Gehirn . 70-75g Eiweiß benötigt der Mensch
pro Tag, davon sollten 35-40g hochwertiges tierisches
Eiweiß sein.
Außerdem dient das Fett als Energiespender sowie
als Lieferant von fettlöslichen Vitaminen. Zudem
können 100g Käse pro Tag den Bedarf an Kalzium
decken. Ob
letztendlich wirklich guter Käse entsteht , hängt
nicht zuletzt davon ab, ob gute Milch werwendet wird.
Oft
fragt sich der Verbraucher, ob die Rinde mitgegessen
werden kann. Einerseits ist es eine Geschmackssache,
viele Menschen schneiden die Käserinde einfach
aus Gewohnheit ab. Ist jedoch der Überzug aus Wachs
und/ oder Coating (Kunststoffüberzug) wie beim
Gouda, ist die Rinde auch bei Bio-Käsen nicht essbar.
Bei
Schimmel auf dem Käse muss man eine sortentypische
und eine sortenfremde Schimmelbildung unterscheiden.
Die sortentypischen Arten spielen bei der Aromabildung,
also dem Käsegeschmack eine Rolle. Sie sind je
nach Käsesorte weiß, grün, bläulich
oder rot oder treten als graue Fäden auf. Meistens,
ausser bei Käse mit Innenschimmel, findet man Sie
auf der Oberfläche des Käses. Es gibt aber
auch sortenfremder Schimmel. Diese Schimmelbildung tritt
sowohl auf der Oberfläche als auch auf der Schnittfläche
auf. Man wäscht ihn mit Salzwasser ab bzw. schneidet
den Anschnitt mit einem Messer ab.
Die
ideale Aufbewahrungstemperatur für Käse liegt
bei 4-6° C, für Frischkäse bei 2-4°
C. Der Käse reift bei diesen Temperaturen langsamer
und ist damit länger haltbar.
Käse
und Wein können eine exzellente Kombination darstellen,
man sollte jedoch eine Grundregeln beachten :
1. Je milder ein Käse, desto jünger oder leichter
kann auch der Wein sein.... aber ....2. Kräftige
Weine sind sogenannten Leichtweinen vorzuziehen.
3. Weißwein harmoniert meistens besser mit den
verschiedenen Käsesorten als Rotwein.
4. Weißweine mit intensiver Frucht und kräftiger
Säure passen zu allen Frischkäsesorten .
5. Wenn es ein Rotwein sein soll, dann sind nicht allzu
gerbstoffreiche Rebsorten zu bevorzugen.
6. Zu allen Edelschimmelkäsen sollen süße
Weine gereicht werden.